Freitag, 19. August 2011

08. Mai 651 - Nachtrag (Dvalinns Tagebuch)

Ort: Goldener Hahn in Lur
Ich konnte den Mädchen wirklich helfen, aber nicht so, wie ich erhofft hatte. Sie wollten Weidenzweige sammeln und ich durfte einige Körbe tragen. Ich hatte immer mal wieder das Gefühl, dass sie sich etwas über mich lustig gemacht haben... Es war zumindest wirklich nicht nötig sich jedes Mal in die Hocke zu geben, wenn sie mit mir sprachen. Nun, ich bin mir sicher: Lustig machen werden sie sich über mich nicht mehr!
Denn schon bevor wir richtig im Wald ankamen, lief auch schon eines der Mädchen schreiend an mir vorbei, gefolgt von einem Wildschwein. Ich war wirklich froh, dass ich meine Axt immer dabei hatte. Ohne Rüstung zu kämpfen hat mir einige ordentliche Wunden verschafft, aber was hätte ich ohne Axt getan? Mich auf das Vieh werfen? Mit bloßen Fäusten auf es einschlagen? Hätte den Mädchen wohl auch genug Zeit verschafft um nach Lur zu kommen. Doch so zog ich einfach meine Axt und hieb auf das Vieh ein. Wenig später lag es auch schon auf dem Boden und genau in diesem Moment kam dann auch Alarik, alarmiert durch die schreienden Mädchen, vorbei. Er weidete es dann aus und brachte das Fleisch zu Garn. Was für eine nette Abwechslung zu Khazad Mirr, hier kann man den Gegner sogar essen!
Im Dorf angekommen heilte mich Hildegard und sofort war ich von den Mädchen umringt, die wirklich aufgeregt waren. Sie haben alle nie etwas gefährlicheres als diesen Keiler gesehen.
Mein Hauptproblem nach diesem Kampf war nur, dass ich nun nicht ein Kleidungsstück besaß, welches nicht vollkommen zerfetzt war. Die Kleidung, die ich in Khazad Mirr trug, hatte ich verbrannt und der Keiler hatte nun auch meine Ersatzkleidung zerstört. Doch Svea schleppte mich dann auch direkt zur Schmiede um mir etwas von Durin oder Gunnar zu geben. Damit wir auch ja nicht auf die Idee kommen oben im Haus auch nur etwas annähernd unanständiges zu tun, wurde Durin mitgeschickt. Er versuchte direkt einige seiner Kleidungsstücke zu sichern, was sich aber auch schnell als unnötig herausstellte. Die waren mir schlicht und einfach zu kurz. Durin ist halt doch noch ein ganzes Stück kleiner als ich. Gunnars Klamotten passten schon viel besser und Svea drückte mir neben einem Satz einfacher Alltagskleidung auch noch ein rostbraunes Sonntagsgewand für die morgige Hochzeit in die Hand.
Als Vorbereitung für die Hochzeit fehlte also nur noch eines: Tanzunterricht. Zwar bin ich recht gut in zwergischen Tänzen, hab ich ja auch oft genug geübt, aber menschliche Tänze? Keine Ahnung. Aber wozu ist man schließlich mit einem Barden befreundet?
Svea war von dieser Sache natürlich sofort begeistert. Schließlich kannte sie die ganzen menschlichen Tänze auch nicht.
Wir hatten die Tänze dann auch schnell halbwegs drauf. Sie waren den unseren auch wirklich nicht unähnlich. Auch bei den Menschen werden viele Reigentänze getanzt.
Und zum krönenden Abschluss des Tages gibt es noch ein leckeres Essen von Svea! Viel schöner kann die morgige Hochzeit eigentlich auch nicht mehr werden!

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