Freitag, 19. August 2011

07. Mai 651 (Dvalinns Brief an seine Mutter)

Verehrte Frau Mutter,
ich hoffe Euch und der Familie geht es gut.
Ich zumindest bin gesund und in der Welt der Menschen gibt es stets genug Arbeit für jemanden mit einer scharfen Axt. Unter den Menschen habe ich zwei gefunden, die ich als Freunde bezeichnen möchte: Die Klerikerin Hildegard und den Waldläufer Alarik. Ihr seht, Mutter, ich bin nicht allein unterwegs.
Auch wenn meine Wanderschaft wohl noch kein Ende gefunden hat, so habe ich dennoch einen Ort gefunden, den ich als neue Heimat betiteln würde: Ein kleiner Handelsort namens Lur. Briefe, die an den Wirt des goldenen Hahn, Garn, gerichtet sind, werden mich sicherlich erreichen. Sehr würde ich mir einen Brief von Euch wünschen, geliebte Mutter.
Der Grund, warum mir dieser Ort zur Heimat wird ist eine junge Zwergin: Svea, die Tochter des Schmiedes Gunnar Thorndallssohn. Ich hoffe bald eine Verlobung bekannt geben zu dürfen. Doch gleichzeitig fürchte ich diesen Tag auch, denn ich frage mich, was Vater dazu sagen wird? Ich gebe mein bestes um meinen Ruf wieder herzustellen, doch wird Vater mich je wieder als Sohn anerkennen? Mir seine Zustimmung zu einer Vermählung geben?
Liebste Mutter, sicher werden wir einander eines Tages, so Moradin dies wünscht, wieder sehen.
Lebt wohl.
In Liebe und ewiger Verbundenheit,
Dvalinn

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