Dienstag, 12. April 2011

02. Mai 651 (Dvalinn)

Ort: Am Wegesrand einige Werst vor Carnfurt

Am Abend des 30. Aprils war ich bei Gunnar zum Abendessen eingeladen. Es war ein sehr angenehmer Abend und es war schön sich mal wieder mit Zwergen unterhalten zu können. Mein Gastgeschenk, ein großer Schinken, kam bei Gunnar gut an und auch Svea schien die kleine Brosche zu gefallen. Nicht nur ist sie schön, sie ist auch noch sehr freundlich und kochen kann sie auch noch! Wenn ich daran denke, dass meine Geschwister schon längst den steinernen Bund geschlossen haben... Am Abend habe ich ihr noch ein paar Zeilen geschrieben. Ich hoffe Gunnar oder Durin haben nicht gesehen, wie ich ihn ihr in die Hand gedrückt habe.
Am nächsten Tag halfen wir den Händlern beim Beladen der Karren, denn Hildegard hatte mitbekommen, dass Begleitschutz für diese Karawane gesucht wurde. Es wäre zwar angemessen gewesen, mich erst zu fragen, bevor sie mich mit eingeplant hat, aber da ich nichts besseres zu tun habe, bin ich ihr deswegen nicht böse.
Einer der Karren war beladen mit Gunnars Schmiedeerzeugnissen und er bat mich auf diese Waren aufzupassen. Auch bat er mich um einen Gefallen: Ein Freund von ihm verkauft Kurunt und ich soll ihm welches bringen. Sein Vertrauen in mich ist eine Ehre und ich werde einen guten Preis für ihn aushandeln!
Der erste Tag unserer Reise verlief ereignislos und wir verbrachten die Nacht in einem Gasthaus in Galimswerth.
Für heute war der Weg bis nach Carnfurt geplant, doch ein Achsenbruch an einem der Wagen verhinderte dies. Also übernachten wir halt hier draussen.
Auf diesen Wegen hier scheint es öfters Probleme mit den Wagen zu geben, denn unterwegs nahmen wir noch eine älteren Kesselflicker mit, dem auch die Achse gebrochen war. Nun, es wundert mich nicht: Überall liegen kleine und größere Steine herum, manchmal sogar halbe Bäume, der Weg ist uneben und wenn es geregnet hat auch noch verdammt matschig. Da lob ich mir doch zwergische Ferntunnel...
Und Wache halten ist in den Tunneln auch sehr viel einfacher. Hier ist man ja von allen Seiten angreifbar, deshalb sind wir auch immer zu zweit eingeteilt. Mit mir wacht ein Fuhrknecht aus Lur, Wulfhinrich. Ein sehr angenehmer Zeitgenosse! Er kennt sich auch überraschend gut mit zwergischen Ponys und ihren Vor- und Nachteilen gegenüber den von Menschen gezüchteten Pferden aus.
Doch trotzdem freue ich mich auf die Wachablöse...

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