Ort: Goldener Hahn in Lur
Vorhin sind wir endlich wieder in Lur angekommen. Wir wurden schon von den Dorfbewohnern begrüßt. Ich habe nur kurz mit Gunnar gesprochen und er bat mich morgen vormittag in die Schmiede zu kommen um ihm das Kurunt zu geben. Svea habe ich heute leider gar nicht gesehen. Vermutlich war sie gerade mit dem Abendessen beschäftigt.
Unsere Rückreise verlief ohne Zwischenfälle. Zumindest keine Kämpfe.
Tiron, der Ritterhauptmann, hat sich scheinbar wirklich in unsere Hildegard verliebt: er hat ihr ein kleines Armband geschenkt. Gestern Abend fiel mir das Silberarmband direkt auf und ich wollte es etwas näher betrachten. Schien den beiden peinlich zu sein, beide waren plötzlich verschwunden und kamen erst wenig später zum Essen wieder zur Gruppe. Eigentlich wäre Tiron gar kein so schlechter Mann für Hildegard. Als Krieger hat er ein hohes Ansehen und er scheint auch noch aus einer guten Familie zu stammen. Aber ich glaube kaum, dass Hildegard ihr Kleriker-Dasein jetzt schon aufgeben möchte...
Am Lagerfeuer kam es wenig später noch zu einem Streit zwischen mir und dem Elfen, als ich in auf sein magisches Amulett angesprochen habe. Er hat versucht sich rauszureden, tat so als wüsste er nicht, dass es magisch ist. Und dann beschuldigte er mich, ich hätte ihn ausspioniert. Lächerlich! Erst betrügen und dann nicht dazu stehen wollen.
Ich bin dann wieder zu Wulfhinrich gegangen, so etwas muss ich mir nicht anhören! Wulfhinrich hat seine Verletzungen inzwischen fast komplett auskuriert und wir saßen lange am Feuer und haben uns über verschiedene Dinge unterhalten. Hin und wieder hat sich auch einer der Ritter am Gespräch beteiligt, aber meistens blieben sie unter sich.
In der Nacht fiel mir öfter auf, wie der Elf durch die Gegend schlich, sehr seltsam. Ich begann ihn zu beobachten, doch merkte er das scheinbar und so verhielt er sich ruhig... Sicherlich hatte er etwas geplant. Ich traue ihm einfach nicht!
Deswegen war ich auch sehr froh, dass wir gegen Mittag die Wegkreuzung erreichten und wir uns von den Rittern verabschieden konnten. Verabschieden... ja, das hat Tiron getan. Er hat Hildegard noch einen großen Kuss aufgedrückt, bevor die Ritter endgültig ihrer Wege geritten sind. Nun, Tiron wird sich in den nächsten Tagen viel Spott von seinen Kameraden anhören müssen, die witzelten doch eh schon über die Beziehung der beiden.
Auch bei unseren Männern gab es keinen der nicht wenigstens ein kleines Grinsen im Gesicht hatte.
In Lur angekommen halfen wir noch schnell beim Abladen der Waren und dann kehrten wir im goldenen Hahn ein. Alle waren sehr neugierig auf unsere Abenteuer in der großen Stadt und auf dem gefährlichen Weg. Wahrscheinlich erwarteten sie nicht mehr als einige Wölfe am Wegesrand, so wie sie uns gespannt zuhörten. Orks und Schwarzmagier sind nun wirklich nichts alltägliches!
Mittlerweile frage ich mich, wie die gute Hildegard das noch immer nicht so ganz gecheckt haben kann, wenn alle anderen es anscheinend merken...
AntwortenLöschenAber aus Tiron direkt ist ja immer nix rauszukriegen, ergo -> Verwirrung
Allerdings verlasse ich mich noch immer auf seine Abschiedsworte: "Bis bald". Und bis jetzt haben wir ihn noch nicht wiedergesehen ;P
Wie der Zwerg die Sache mit Elaril interpretiert ist süß, komplett in seiner Weltsicht.
Achja, offensichtlich findet der Zwerg Tiron doch gar nicht so übel. Warum habe ich dann immer das Gefühl du seist Team Narsil? ;P