Donnerstag, 14. April 2011

05. Mai 651 - abends (Dvalinns Tagebuch)

Ort: Kontor in Ravensloft
Der heutige Tag war etwas angenehmer als der gestrige, aber nicht viel.
Da Thais Alarik ein Zettelchen mit ihrer Adresse zugesteckt hat wollten wir diese Chance für weitere Informationen nutzen.
Die Frau scheint in ihrem Gewerbe äußerst erfolgreich zu sein: ihr Haus ist äußerst prächtig. Alarik schien dies allerdings kaum zu bemerken, der arme Junge ist vollkommen von der Frau hingerissen.
Nach einer sinnlosen Plauderei über Kleidung, Schmuck und Literatur gab sie uns das Versprechen bis morgen herauszufinden, welches Lagerhaus Jonas an den Docks gemietet hat.
Ich kann mir nicht helfen, aber ich kann diese Frau nicht leiden. All diese Reichtümer ohne auch nur einen Handschlag anständige Arbeit dafür zu verrichten... Alarik ist ihrer faulen Koketterie leider vollkommen erlegen: Auf dem Marktplatz kaufte er ihr ein überaus teures Schmuckstück bei dem Kristallwarenhändler, den ich gestern zufällig gefunden habe. So einen unfreundlichen Händler habe ich auch noch nicht erlebt, doch seine Ware ist einwandfrei.
Am Abend waren wir dann noch mal im Vergnügungsviertel und es gab eine kleinere Schlägerei zwischen Alarik und einem großen, ziemlich bulligen Mann. Alarik gewann überraschenderweise. Der Junge hat doch mehr drauf als man ihm ansieht!
Bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich ein recht netter Tag, doch gab es eine Sache die ich noch erledigen musste... Wir konnten den Gerber schließlich nicht ewig in seinem eigenen Keller liegen lassen. Hildegard und Alarik wollten mir eigentlich ausreden die Sache nun zu beenden, aber auch wenn er ein Verbrecher ist, so hat er doch verdient nicht ewig im Ungewissen auf seine Strafe warten zu müssen. Viele neue Informationen hätten wir aus ihm auch nicht mehr rausholen können. Am liebsten hätte ich den Gerber zur Stadtwache geschleppt, doch so bescheuert bin ich nicht. Wie könnten wir den Schwarzmagierzirkel beseitigen und den Verräter stellen, wenn wir in einem dunklen Kerker verrotten? Wir sind Fremde in der Stadt und der Gerber hatte uns Hinweise darauf gegeben, dass auch die Stadtwache in der ganzen Geschichte nicht unbeteiligt ist. In dieser verrottenden Stadt wundert mich gar nichts mehr.
Jedenfalls setzte ich dem Leiden des Gerbers ein Ende und überlasse das Urteil über seine Taten seinen Göttern. Die beiden Menschen warteten in der Zwischenzeit oben und besonders Alarik schien große Probleme mit den Vorgängen unten zu haben. Ich hoffe er versteht irgendwann warum ich ihn nicht länger da liegen lassen konnte.

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