Mittwoch, 4. Mai 2011

19. Mai 651 (Hildegard)

Haben heute den ganzen Tag bei Wilhelm Theophil dem Scholasticus und Bibliothekar verbracht, der hier im beschaulichen Thorndorf wirklich eine beachtliche Privatbibliothek zusammengebracht hat! Ich bin ziemlich erschöpft, weil ich den ganzen Tag lang bändeweise Geschichtswerke gewälzt habe, um mehr über die Fürstenfamilie herauszufinden. Und dazu noch Bücher über Träume, Magie, magische Gegenstände....Einfach alles, was ich in die Finger bekommen konnte und das mir hilfreich erschien. In einigen Bereichen hat uns das leider gar nicht weitergebracht, in anderen dafür aber umso mehr!
Ich kann jetzt mit Sicherheit sagen, dass die Frau die uns in nächtlichen Träumen erscheint Ravija von Ragnaron ist, genau wie ich es vermutete. Was sie von uns will, das weiß ich allerdings nach wie vor nicht. Ich hoffte, dass eine Analyse der Magie die auf dem Ring liegt uns da irgendwie weiterhelfen könnte. Allerdings sieht es so aus, als ob das eine Fähigkeit wäre, die man nur bei fähigen Magiern finden kann.... Und nun finde man mal einen solchen in den Reichen. Diese Spur führt also vorerst ins Nichts. Ich für meinen Teil kenne jedenfalls keinen und die Jungs offensichtlich auch nicht.
Apropos die Jungs..... Dvalinn hat wie zu erwarten die Mengen an Alkohol nicht vertragen, die er gestern in sich hineingeschüttet hat. Und was hat er daraus gelernt? Natürlich nichts.
Da er aber einen Gedächtnisriss hatte und sich offensichtlich kaum noch an den letzten Abend erinnern konnte, haben wir ihm einfach erzählt, dass er sich ausgezogen und nackt auf dem Tisch getanzt hätte. Narsil hat bei diesem kleinen Streich mitgespielt und war meiner Meinung nach sehr überzeugend. Dvalinn scheint trotzdem nach wie vor skeptisch zu sein, wenn ich es erwähne. Zu knuffig! Genau wie als die Jungs sich zuerst weigern wollten sich in Thorndorf vernünftig zu waschen, damit sie den Bibliothekar nicht sofort verschrecken, wenn drei fremde, schmutzige Gestalten vor seiner Tür stehen und fragen, ob sie mal in sein Haus kommen können....
Aber nur ein kleiner drohender Blick und es kam kein Widerspruch mehr, als ich Lappen holte und auf den Brunnen im Dorf wies. Wir hatten dann auch keine großen Probleme bei Wilhelm Theophil, der erfreut war Bekannte von Thais zu treffen, die dazu noch seine Bücher zu schätzen wussten.
Morgen werden wir zurück nach Lur reisen und dann schauen wir mal weiter.

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