Mittwoch, 4. Mai 2011

21 Mai 651 (Elaril)

Liebes Tagebuch, wir haben unseren Auftrag erfüllt und den Missus und die Schwarzmagier nach Malfori gebracht, wo sie den Gerichtsprozess bekommen haben, der ihnen zustand. Ich hatte schon den ganzen Rückweg kein besonders gutes Gefühl dabei, immerhin ist die Möglichkeit, eine Verhandlung durch den Fürsten persönlich zu fordern dazu gedacht, unschuldig Angeklagte vor der Willkür lokaler Gerichte zu schützen und nicht etwa dazu, zehn Ritter und einen Missus tagelang von wichtigeren Aufgaben abzuhalten. Seine Lordschaft schien ähnlich zu denken, jedenfalls war er sehr gereizt, als er die Verhandlung begann und der Versuch der Magier, sich bei ihm anzubiedern kam weniger gut an, als sich die Magier das vielleicht gedacht hatten. Arme Toren. Ich habe kurz mit dem Schlimmsten gerechnet, nicht nur für die Angeklagten, sondern auch für uns. Aber wir haben nun wirklich nur unsere Pflicht getan. Seine Lordschaft musste sich, glaube ich, sehr zusammenreißen, um die Magier nicht für ihre Dummheit mit einer schwereren Strafe zu belegen als nötig war. So sind sie erstaunlich glimpflich davon gekommen, mit einem schnellen und beinahe schmerzlosen Tod. Trotzdem hat die Hinrichtung heute Morgen selbstverständlich die Stimmung im Schloss und bei den Männern gedrückt, vor allem die Verlester schleichen herum wie geprügelte Hunde. Tja, was soll man machen, wenn die bei ihren höfischen Turnieren und Festen und dem ganzen parfümierten Geplauder nicht mehr wissen, wie man Gesetze durchsetzen muss. Schwarze Magie ist eben kein Kavaliersdelikt.

2 Kommentare:

  1. Elaril ist so loyal. Und was hat er eigentlich für ein Problem mit den Verlestern?
    Was Hildegard für ein Poblem mit Verlest hat wissen wir ja. Aber Elaril?

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  2. die sind ihm am 1. Mai ziemlich auf den Schlips getreten. Weil Verlest und Malfori sind sich nicht grün und dass er als Elf für den Feind arbeitet... Szene folgt vielleicht.

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